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Kooperatives Lernen

Das Konzept des Kooperativen Lernens wurde von den kanadischen Schulreformern Norm und Kathy Green entwickelt. Es geht von der Voraussetzung aus, dass Lernen nur dann nachhaltig gelingen kann, wenn sich Menschen begegnen und im Miteinander Strukturen entwickeln, in denen sie individuell verantwortlich und in gegenseitiger positiver Abhängigkeit Prozesse gestalten und gemeinsam evaluieren.

Kooperatives Lernen propagiert die Abkehr vom Einzelkämpfertum und zeigt methodische Wege für ein neues Lehren und Lernen auf, bei dem der Teamgedanke im Mittelpunkt steht. Das Konzept ist in allen Schulformen einsetzbar und führt zu einer Intensivierung der effektiven Lernzeit jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers im Unterricht.

In vier Werkstattbausteinen werden auf handlungsorientierte Art und Weise  Methoden kooperativen Lernens erprobt, reflektiert und Anwendungsmöglich-keiten für den eigenen Fachunterricht und für die Arbeit unter Kolleginnen und Kollegen (Fachkonferenzen, Lehrerkonferenzen etc.) entwickelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflichten sich, einige der in jedem Werkstattbaustein vermittelten Methoden im eigenen Unterricht zu erproben und die Ergebnisse im Rahmen von Lernkarussells in einem der jeweiligen Folgebausteine vorzustellen.

Baustein 1

  • Grundstruktur kooperativen Lernens am Beispiel gängiger Methoden
  • Einbindung kooperativer Strukturen in Projekt- und Frontalunterricht
  • Partnerarbeit als Grundlage erfolgreicher Kooperation und als Türöffner zur Metakognition
  • Innere, mündliche und schriftliche Kommunikation am Beispiel von Placemat und Gruppenanalyse
  • Komplexere Methoden kooperativen Arbeitens als Wege der Kokonstruktion
  • Zusammenhang von individuellem und kooperativem Lernen

Baustein 2

  • Die Rahmung von Fragen als Mittel der Aktivierung aller Schüler im Frontalunterricht
  • Entwicklung eines Verständnisse für verschiedene Anforderungsebenen von Fragen bei Lehrerinnen und Lehrern sowie bei Schülerinnen und
    Schülern
  • Paarweises Lesen
  • Reziprokes Lernen und Lehren
  • Systematisches Training der Fragekompetenz

Baustein 3

  • Ausgewählte einfache Formen von Denkwerkzeugen (z.B. Fishbone, Venn-Diagramm, T-Chart, Stufenleiter) zur Bearbeitung von Aufgabenstellungen oder Anliegen
  • Unterstützung der Textverstehenskompetenz durch die Anwendung komplexerer Formen von Denkwerkzeugen (z.B. Mind-Map, Concept-Map, Rechter Winkel)
  • Auswahl geeigneter Denkwerkzeuge zu vorgegebenen Texten bzw. Problemstellungen
  • Anwendung von mehreren Denkwerkzeugen auf einen festgelegten Gegenstand

Baustein 4

  • Bestimmungen von Zielen zur Förderung der Sozialkompetenzen (Sozialziel der Woche)
  • Entwicklung von Kriterien und Indikatoren für ausgewählte Sozialkompetenzen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern
  • Spielerische und fachbezogene Erprobung von Sozialkompetenzen
  • Selbstständige Reflexion der Sozialkompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler
  • Entwicklung von Kriterien und Indikatoren für die Selbstevaluation von Sach- und Methodenkompetenzen
  • Der Lehrer als Lernender; Bojatzis Modell des selbstgesteuerten Lernens

Baustein 5 (nur für Schulleitungsmitglieder)

  • Einsatz kooperativer Arbeitsweisen bei Schulleitungsaufgaben, Konferenzen, Arbeitsgruppen
  • Förderung der Implementation kooperativen Lernens für die Unterrichtsentwicklung durch die Schaffung von Arbeitsräumen für Lernkarussells, Ringhospitationen
  • Unterstützung von Arbeitszirkeln zum kooperativen Lernen
  • Schulinterne Fortbildungen
  • Curricula zur Entwicklung von Lehr- und Lernkompetenzen

Termine und Veranstaltungsorte

  • Baustein 1

18. September (19.00 Uhr) – 20. September 2008 (14.00 Uhr)

CONVENTION Hotel Bad Nenndorf (Werkstatt und Übernachtung)
Kurhausstraße 1
31542 Bad Nenndorf (bei Hannover)

  • Baustein 2

11. Dezember (19.00 Uhr) – 13. Dezember 2008 (16.00 Uhr)

Heimvolkshochschule (Werkstatt und Übernachtung)
Haus Neuland e.V.
Senner Hellweg 493
33689 Bielefeld

ver.di Bildungsstätte "Das Bunte Haus" (Übernachtung)
Senner Hellweg 461
33689 Bielefeld

  • Baustein 3

26. Februar (19.00 Uhr) – 28. Februar 2009 (16.00 Uhr)

CONVENTION Hotel Bad Nenndorf (Werkstatt und Übernachtung)
Kurhausstraße 1
31542 Bad Nenndorf (bei Hannover)

  • Baustein 4

07. Mai (19.00 Uhr) – 09. Mai 2009 (16.00 Uhr)

Zusatztermin für ein Mitglied der Schulleitung:
06. Mai (19.00 Uhr) – 07. Mai 2009 (18.00 Uhr)

CONVENTION Hotel Bad Nenndorf (Werkstatt und Übernachtung)
Kurhausstraße 1
31542 Bad Nenndorf (bei Hannover)

Referenten

Eckhard Buresch, ehemaliger Schulleiter der Gesamtschule Haspe in Hagen
Andreas Gehrmann, Lehrer an der Gesamtschule Haspe und Seminarleiter am Studienseminar Hagen

Beide Referenten sind als Moderatoren für kooperatives Lernen durch Norm und Kathy Green ausgebildet.
 
Kosten

Der Teilnehmerbeitrag beträgt pro Veranstaltungstag 50 €, so dass für einen zweitägigen Werkstattbaustein insgesamt 100 € an der Hotelrezeption zu entrichten sind. Damit sind die Tagungskosten (Übernachtung, Verpflegung, Referentenhonorare etc.) abgedeckt. Die Reisekosten sind von den Teilnehmern ebenfalls selbst zu tragen.

Teilnehmer

Die Anzahl der teilnehmenden Schulen ist auf 13 begrenzt. Pro Schule müssen drei Lehrerinnen und Lehrer – davon mindestens ein Schulleitungsmitglied – verpflichtend an der Werkstattreihe teilnehmen. Ein zusätzlicher Termin richtet sich exklusiv an die Schulleitung. Die Auswahl der teilnehmenden Schulen erfolgt durch die Robert Bosch Stiftung. Im Falle einer Zusage erhält die teilnehmende Schule ein Formular, das von der Schulleitung bestätigt und an die Stiftung zurückgesendet werden muss.

Anmeldung

Die Anmeldefrist für diese Werkstatt ist abgelaufen. Weitere Werkstätten mit anderen thematischen Schwerpunkten werden voraussichtlich im Herbst/Winter 2008 ausgeschrieben.


Projektverantwortliche

Beate Bernauer
Telefon 0711 46084-49
Telefax 0711 46084-1049