Auswahlverfahren

Die besten Schulen Deutschlands werden in mehreren Stufen ermittelt. Die Jury und die Vorjury des Deutschen Schulpreises wählen gemeinsam aus allen eingereichten Bewerbungen und auf Grundlage der schriftlichen Bewerbungsunterlagen und der Schulbesuche die Preisträger aus.
 

Auswahlsitzungen und Schulbesuche

Jedes Jahr geht eine große Zahl an Bewerbungen aus ganz Deutschland ein. Alle eingereichten Bewerbungen werden von einer Vorjury, bestehend aus pädagogischen Expertinnen und Experten, gesichtet und bewertet. Diese Vorauswahl wird der Jury präsentiert, die in einer ersten Jurysitzung 20 Schulen auswählt. Diese 20 Schulen werden von Expertenteams besucht und erhalten so die Gelegenheit, sich und ihre Konzepte bei einem zweitägigen Schulbesuch zu präsentieren. Die Besuchsteams setzen sich aus Vertretern der Jury sowie der Vorjury zusammen und werden darüber hinaus von einem Vertretern der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung begleitet. Ein Schulbesuch umfasst in der Regel eineinhalb Tage. Den Nachmittag des ersten Tages nutzen die Expertinnen und Experten für ein erstes Gespräch mit der Schulleitung, einen Schulrundgang und Gespräche mit Elternvertretern und außerschulischen Partnern. Der zweite Besuchstag besteht in erster Linie aus Unterrichts- und Projektbesuchen. Das Besuchsteam sollte dabei Gelegenheit erhalten, sich völlig frei im Schulhaus zu bewegen. Gespräche mit Schüler- und Lehrervertretern ergänzen den Besuchstag. In einem abschließenden Gespräch mit der Schulleitung können offene Fragen geklärt werden. Für die Gestaltung der Schulbesuche ist grundsätzlich die einzelne Schule verantwortlich. Nach dem Schulbesuch findet ein Pressegespräch statt.

In einer zweiten Jurysitzung werden die Ergebnisse der Schulbesuche ausgewertet und bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis nominiert.

Preisverleihung

In einer festlichen Veranstaltung werden die sechs Preisträger bekanntgegeben und öffentlich ausgezeichnet. Die beste Schule des Jahres erhält den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis. Fünf weitere Schulen erhalten Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro. Alle weiteren nominierten Schulen erhalten Anerkennungspreise von je 2.000 Euro. Die Veranstaltung wird live von phoenix und EinsPlus übertragen, die ARD berichtet.

Feedback an alle Bewerberschulen

Unabhängig davon, wie weit eine Schule im Auswahlverfahren des Deutschen Schulpreises gelangt ist, steht jeder Bewerberschule das Angebot einer individuellen Rückmeldung durch eine pädagogische Expertin oder einen pädagogischen Experten im persönlichen Gespräch zur Verfügung. Ziel des Feedbacks ist es, jeder Schule auch ohne Preis einen positiven Abschluss des Wettbewerbs zu bieten. Formale sowie inhaltliche Aspekte zur Bewerbung können geklärt werden. Die Expertinnen und Experten stehen den Schulen unabhängig und als „kritischer Freund“ beratend zur Verfügung. Gemeinsam kann über die Potentiale und über mögliche weitere Schritte in der Schulentwicklung gesprochen werden.

Telefonfeedback
Ein telefonisches Beratungsgespräch erhalten alle Bewerberschulen, die nicht für einen Schulbesuch ausgewählt wurden. Im Rahmen eines 45- bis 60-minütigen Gesprächs können formale sowie inhaltliche Aspekte zur eingereichten Bewerbung besprochen werden. Auf Wunsch kann die jeweilige Expertin oder der jeweilige Experte das Erscheinungsbild einer Schule beschreiben, welches sich anhand der Bewerbung zeigt. Den Ablauf und den Inhalt kann jede Schule selbst festlegen. Das Telefongespräch ist eine einmalige Beratung, in welcher Impulse für die weitere Schulentwicklung gesetzt werden können.

Besuchsfeedback
Alle besuchten, aber nicht ausgezeichneten Schulen erhalten das Angebot einer Rückmeldung in Form eines Schulbesuchs durch eine Expertin oder einen Experten. Da der vorangegangene Schulbesuch im Rahmen des Auswahlverfahrens bei jeder Schule große Hoffnungen auf einen Preis weckt, steht diesen Schulen anerkennend ein intensives, eintägiges Beratungsgespräch vor Ort zur Verfügung. Den Ablauf und die inhaltlichen Schwerpunkte kann die Schule selbst festlegen. Offene Fragen sollen geklärt werden und gemeinsam ein positiver, Perspektiven zeigender Abschluss des Bewerbungsverfahrens gefunden werden.

NEU ab 2017: Förderprogramm

Alle im Rahmen des Wettbewerbs besuchten Schulen (TOP 20) und bis zu sechs weitere Bewerberschulen, die von Vorjury oder Jury ausgewählt werden, werden in ein zweijähriges Förderprogramm des Deutschen Schulpreises aufgenommen. Ziel des Programms ist, diese innovativen und entwicklungsbereiten Schulen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten. Die Schulen werden dazu Beratungsgutscheine für ein individuelles Coaching erhalten, zu Vernetzungstreffen in die Robert Bosch Stiftung eingeladen und sie erhalten exklusiven Zugang zu Angeboten der Deutschen Schulakademie.