Forschungsprogramm: Wie geht gute Schule? - Forschen für die Praxis

Was macht Schulen erfolgreich? Unter welchen Bedingungen ist gute Schule möglich? Wir suchen Forschungsprojekte, die die exzellente Schulpraxis der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises erforschen und nützliche Erkenntnisse für die Bildungsforschung sowie für die breite Schulpraxis und -verwaltung verfügbar machen.

Idee und Ziele des Programms

Das Programm „Wie geht gute Schule? - Forschen für die Praxis“ hat das Ziel, die exzellente Schulpraxis der derzeit 73 Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises systematisch zu erforschen. Die Profile und Konzepte der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises bieten eine breite Datengrundlage guter Schulpraxis, die bislang in der empirischen Bildungsforschung kaum untersucht wurde. Ohne wissenschaftliche Fundierung bieten diese sehr guten Ideen und Konzepte jedoch keine ausreichende Sicherheit für Handlungen und Entscheidungen in Schule und Unterricht.

Das Forschungsprogramm soll dazu beitragen, die Lücke zwischen erziehungswissenschaftlicher und psychologischer Forschung und der Schulpraxis zu verringern. Dafür werden Forschungsprojekte initiiert und unterstützt, die praxisrelevante Forschungsfragen bearbeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen sowohl für die Bildungsforschung als auch für die breite Schulpraxis und -verwaltung zugänglich gemacht werden.

Leitend für die Projekte des Forschungsprogramms sollte dabei die Frage sein, wie erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse sowie Schulentwicklungsprozesse in Preisträgerschulen zustande kommen und welche Bedingungen das Gelingen oder Scheitern beeinflussen. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden, ob und unter welchen Bedingungen Konzepte der Preisträgerschulen für andere Schulen nutzbar gemacht werden können.

Antragsberechtigt sind Wissenschaftler mit abgeschlossener Ausbildung (Promotion) an staatlichen und nichtstaatlichen Hochschulen und Universitäten sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Projektleiter der Antrag stellenden Institution müssen durch einschlägige wissenschaftliche Expertise ausgewiesen sein sowie eine hohe Bereitschaft zur anwendungsorientierten Forschung mitbringen.

Wir unterstützen jährlich bis zu zwei Forschungsvorhaben mit bis zu 260.000 Euro. Die Themenschwerpunkte variieren jedes Jahr, orientieren sich aber an den sechs Qualitätsbereichen des Deutschen Schulpreises.

Das Bewerbungsverfahren zur Förderung eines Forschungsvorhabens ist zweistufig angelegt. Im ersten Schritt wird um die Einreichung einer Forschungsskizze gebeten. Antragssteller erhalten zeitnah eine Rückmeldung, ob ihr Projekt bewilligt wird. Im zweiten Schritt soll die Forschungsskizze in das Antragsformular der Robert Bosch Stiftung überführt werden. Die Stiftung wird bei der Auswahl der Forschungsvorhaben durch unabhängige wissenschaftliche Experten sowie Schulpraktiker beraten.

Jährliche Ausschreibung

Die aktuelle Ausschreibung läuft bis zum 30. September 2018.

Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie hier:

Themenschwerpunkte der aktuellen Ausschreibungsrunde (2018)

In der aktuellen Ausschreibungsrunde stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt:

  • Schwerpunkt A:
    Datenbasierte Schulentwicklung
  • Schwerpunkt B:
    Pädagogische Beziehungen in Schule und Unterricht
Kontakt
Die Ausschreibung der Robert Bosch Stiftung erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Schulakademie. Bei Rückfragen und Beratung wenden Sie sich bitte an:

Andrea Preußker
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart
Telefon 0711 46084-758
Fax 0711 46084-10758
Dr. Anna Gronostaj
Die Deutsche Schulakademie gGmbH
Hausvogteiplatz 12
10117 Berlin
Telefon 030 767595-160
Fax 030 767595-300

CoMMIT - Kooperation an Schulen - Innovation im Team

Voneinander lernen - dieses Motto gilt nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern auch für Lehrkräfte. Durch Kooperationen im Kollegium können Arbeitsprozesse vereinfacht und neue Ideen entwickelt werden. Welchen Einfluss haben Kooperationen auf die Schulentwicklung und die Innovationskraft einer Schule? Wie unterscheiden sich die Schulen in ihren Kooperationsaktivitäten? Und wie können erfolgreiche Ansätze in die Breite getragen werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt, das von der Universität Potsdam und der Bergischen Universität Wuppertal durchgeführt wird.

Bisher gibt es kaum empirische Befunde über den Zusammenhang zwischen der Entwicklungs- und Innovationskapazität einerseits und Kooperationsaktivitäten an Schulen. Um diese Lücke zu schließen, untersucht das Wissenschaftlerteam Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises, Schulen in kritischer Lage sowie eine Gruppe von weiteren Schulen.

Ada*Q - Adaptivität und Unterrichtsqualität im individualisierten Unterricht

Den unterschiedlichen Bedürfnissen von Schülern gerecht zu werden und allen Schülerinnen und Schülern optimale Lernerfolge zu ermöglichen, ist eine der zentralen Herausforderungen des Schulwesens. Wie können Schulen sie meistern? Wie wird individualisierter Unterricht in der Grundschule an den Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises gestaltet und umgesetzt?

Ein Kooperationsprojekt der Universität Tübingen, des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung und der Bergischen Universität Wuppertal geht diesen Fragen an Preisträgerschulen nach und interpretiert und diskutiert die gewonnenen Forschungsergebnisse mit den Schulen.

Durch die Forschung sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden, unter welchen Voraussetzungen Konzepte der Differenzierung und Individualisierung tatsächlich wirksam sind, um den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen von Schülern in heterogenen Lerngruppen gerecht werden zu können.