Forschungsprogramm: Wie geht gute Schule? - Forschen für die Praxis

Was macht Schulen erfolgreich? Unter welchen Bedingungen ist gute Schule möglich? Wir suchen Forschungsprojekte, die die exzellente Schulpraxis der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises erforschen und nützliche Erkenntnisse für die Bildungsforschung sowie für die breite Schulpraxis und -verwaltung liefern.

Aktuelle Ausschreibung

Wir unterstützen zwei Forschungsvorhaben mit bis zu 260.000 Euro. Forschungsskizzen können bis zum 30. September 2017 eingereicht werden.

Idee und Ziele des Programms

Das Programm „Wie geht gute Schule? - Forschen für die Praxis“ hat das Ziel, die exzellente Schulpraxis der derzeit 67 Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises systematisch zu erforschen. Die Profile und Konzepte der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises bieten eine breite Datengrundlage guter Schulpraxis, die bislang in der empirischen Bildungsforschung kaum untersucht wurde. Ohne wissenschaftliche Fundierung bieten diese sehr guten Ideen und Konzepte jedoch keine ausreichende Sicherheit für Handlungen und Entscheidungen in Schule und Unterricht.

Das Forschungsprogramm soll dazu beitragen, die Lücke zwischen erziehungswissenschaftlicher und psychologischer Forschung und der Schulpraxis zu verringern. Dafür werden Forschungsprojekte initiiert und unterstützt, die praxisrelevante Forschungsfragen bearbeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen sowohl für die Bildungsforschung als auch für die breite Schulpraxis und -verwaltung zugänglich gemacht werden.

Leitend für die Projekte des Forschungsprogramms sollte dabei die Frage sein, wie erfolgreiche Lehr-Lernprozesse und Schulentwicklungsprozesse in Preisträgerschulen zustande kommen und welche Bedingungen das Gelingen oder Scheitern beeinflussen. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden, ob und unter welchen Bedingungen Konzepte aus den Preisträgerschulen auf andere Schulen übertragbar sind.

Fokus der Ausschreibung

Die Forschungsprojekte müssen sich bei ihrer Bewerbung auf einen dieser drei Schwerpunkte beziehen:

  • Schwerpunkt A:
    (Lehrer-) Kooperationen als Motor von Schulentwicklung
  • Schwerpunkt B:
    Individualisierte Lehr- und Lernprozesse / Binnendifferenzierung für heterogene  Lerngruppen
  • Schwerpunkt C:
    Formen lernförderlicher Leistungsrückmeldung als Baustein einer schulweiten positiven Feedback-Kultur

Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit abgeschlossener Ausbildung (Promotion) an deutschen staatlichen und nicht-staatlichen Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Projektleiter der Antrag stellenden Institution müssen durch einschlägige wissenschaftliche Expertise ausgewiesen sein sowie eine hohe Bereitschaft zur anwendungsorientierten Forschung mitbringen.

Das Bewerbungsverfahren zur Förderung eines Forschungsvorhabens ist zweistufig angelegt. Im ersten Schritt wird um die Einreichung einer Forschungsskizze bis zum 30. September 2017 gebeten. Antragssteller erhalten Ende November eine Rückmeldung, ob ihr Projekt bewilligt wird. Im zweiten Schritt soll die bewilligte Forschungsskizze bis zum 31. Dezember 2017 in das Antragsformular der Robert Bosch Stiftung GmbH überführt werden. Die Stiftung wird bei der Auswahl der Forschungsvorhaben durch unabhängige und internationale wissenschaftliche Experten sowie Praktiker beraten.

Kontakt
Die Ausschreibung der Robert Bosch Stiftung erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Schulakademie. Bei Rückfragen und Beratung wenden Sie sich bitte an:

Michèle Suhlmann
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart
Telefon 0711 46084-592
Fax 0711 46084-10592
Dr. Anna Gronostaj
Die Deutsche Schulakademie gGmbH
Hausvogteiplatz 12
10117 Berlin
Telefon 030 767595-160
Fax 030 767595-300