Alles über den Schulpreis
Mit dem Preis wollen die Initiatoren pädagogische Leistung würdigen und für die Schulentwicklung in Deutschland insgesamt nutzbar machen. Grundlage des Wettbewerbs ist ein umfassendes Bildungsverständnis, das in den sechs Qualitätsbereichen zum Ausdruck kommt: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis bewerben, müssen in allen Bereichen gut und in einem Bereich weit überdurchschnittlich sein.
Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro ausgestattet, vier weitere Schulen erhalten Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro. Darüber hinaus wird der „Preis der Jury“ in Höhe von ebenfalls 25.000 Euro verliehen. Der „Preis der Jury“ geht an eine Schule, die unter ungewöhnlichen, häufig ungünstigen Bedingungen hervorragende Leistung erbringt und damit beispielgebend wirkt.
Um möglichst viele Schulen mit der guten Praxis der Preisträger zu erreichen und zu Entwicklungsprozessen anzuregen, wurde im Jahr 2007 die Akademie des Deutschen Schulpreises ins Leben gerufen. Unter ihrem Dach können sich Preisträger, Bewerber und interessierte Schulen vernetzen, Erfahrungen austauschen und im Rahmen unterschiedlicher Angebote an Fragen der Schulpraxis arbeiten. Kurz gesagt: In der Akademie lernen Schulen voneinander und miteinander.
So können Lehrkräfte aus ganz Deutschland für eine Woche an einer der Preisträgerschulen hospitieren oder an Pädagogischen Werkstätten zu wichtigen Themen der Schul- und Unterrichtsentwicklung teilnehmen. Mit dem Programm SchulLabor werden schulübergreifende Lerngemeinschaften gefördert, die sich der Weiterentwicklung eines speziellen Aspektes der sechs Schulpreiskriterien stellen. Schulen, die sich für den Deutschen Schulpreis beworben haben, stehen weitere Programme offen, darunter das Exzellenzforum. Zu dieser Veranstaltung kommen jährlich die 50 besten Schulen der letzten drei Jahre zusammen, um gemeinsam zu einem der sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises zu arbeiten. Die vier Regionalteams des Deutschen Schulpreises unterstützen die Akademie vor Ort: Im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Lernforen ermutigten sie Schulen, eigene Schulentwicklungsprozesse anzugehen und bieten die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung.
Es wäre ganz im Sinne der Erfinder, wenn sich der Deutsche Schulpreis durch das Zusammenspiel von Wettbewerb und Akademiearbeit von einem bundesweiten und schulformübergreifenden Wettbewerb mehr und mehr zu einer Bewegung guter Schulen entwickeln würde, die unter dem Dach der Akademie aktiv sind und aus eigener Erfahrung und Initiative gute Schule gestalten.
Kontakt
Projektleiterin
Nicole Meeh
Projektassistentin
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